Vorteile der Sauna: Eine alte finnische Tradition

Das Saunieren ist ein traditioneller finnischer Brauch, der seit Jahrhunderten Teil der finnischen Kultur ist und als soziale Aktivität angesehen wird. Sie wird auch in der Fitnesswelt immer beliebter, da viele Fitnessstudios und Wellnesszentren die Sauna als Mittel zur Entspannung und zur Verbesserung der Gesundheit anbieten. Beim Saunieren sitzt man in einem versiegelten Holzraum, der mit einem Ofen oder einer Heizung beheizt wird und eine Temperatur von 70-100 °C erzeugt. Ein Saunagang dauert in der Regel zwischen zehn und dreißig Minuten, während derer man stark schwitzt, was verschiedene gesundheitliche Vorteile haben soll. Danach gibt es in der Regel eine Abkühlphase, in der die Person eine kalte Dusche nimmt oder in einen kalten Pool oder See springt. 

Die gesundheitlichen Vorteile des Saunierens sind wahrscheinlich auf eine Kombination mehrerer physiologischer Mechanismen zurückzuführen. Erstens steigt die Kerntemperatur des Körpers aufgrund der hohen Temperaturen beim Saunieren über das normale Maß hinaus an, ein Prozess, der als Hitzestress bekannt ist. Dieser Prozess wird als Hitzestress bezeichnet. Hitzestress kann zu Anpassungen im Körper führen, einschließlich verstärktem Schwitzen, Gefäßerweiterung und erhöhtem Blutfluss, wodurch sich die Gewebedurchblutung und Sauerstoffversorgung verbessern. Die durch Hitzestress hervorgerufene Gefäßerweiterung kann zu einem Blutdruckabfall und einem anschließenden kompensatorischen Anstieg der Herzfrequenz führen. Daher kann regelmäßiger Saunabesuch zu einer Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit und Funktion führen. Menschen mit bestimmten Herzkrankheiten oder Menschen, die Medikamente einnehmen, bei denen ein Anstieg der Herzfrequenz nicht unbedenklich ist, sollten die Sauna jedoch meiden. Das vermehrte Schwitzen ist ein eigenständiger Mechanismus, da es dem Körper hilft, Giftstoffe wie Chemikalien und Schwermetalle über die Haut auszuscheiden, Entzündungen zu verringern und die Körpertemperatur zu regulieren (Thermoregulation).

Ein weiterer vorgeschlagener Mechanismus der Sauna ist ihr Potenzial zur Verbesserung der Immunfunktion. Genauer gesagt, kann sie die Produktion von weißen Blutkörperchen und Antikörpern anregen, die für die Bekämpfung von Infektionen und Krankheiten wichtig sind. Nicht zuletzt regt die Hitze der Sauna die Ausschüttung von Endorphinen an, Hormonen, die natürliche Schmerzmittel und Stimmungsaufheller sind. Zusammen mit der Senkung des Stresshormons Cortisol kann sie zur Entspannung beitragen und Stress und Ängste abbauen.

Da die Sauna schon seit Jahrhunderten genutzt wird und insbesondere bei Sportlern immer beliebter wird, gibt es viele Untersuchungen über ihre Vorteile. Einer der interessantesten Vorteile betrifft die kardiovaskuläre Gesundheit, da die Sauna den Blutdruck senken, die Herzfrequenzvariabilität erhöhen und die Herz-Kreislauf-Funktion und damit die kardiovaskuläre Fitness verbessern kann. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Sauna liegt in der Möglichkeit, die Regeneration zu verbessern und zu beschleunigen, sei es im Hinblick auf die Schmerzlinderung oder die Gewebereparatur und das Wachstum. Insbesondere kann regelmäßiger Saunabesuch Schmerzen bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis, Fibromyalgie und trainingsbedingtem Muskelkater lindern und die Erholung von trainingsbedingten Muskelschäden und Ermüdung durch verbesserte Durchblutung, verringerte Entzündung und erhöhte Produktion von Hitzeschockproteinen fördern. Als Reaktion auf Hitzestress produziert der Körper Hitzeschockproteine, die entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften haben und vor trainingsbedingten Muskelschäden schützen.  

Einer der bekanntesten Vorteile der Sauna und der Grund, warum viele Menschen sie so sehr schätzen, ist ihre entspannende und stressabbauende Wirkung sowie die Verbesserung der Hautgesundheit, die auf die Öffnung der Hautporen und den Abtransport von Giftstoffen zurückzuführen ist. Einer der am wenigsten verbreiteten potenziellen Vorteile des Saunierens ist hingegen seine Wirkung auf den Stoffwechsel. Es gibt Hinweise darauf, dass das Saunieren den Ruheumsatz (RMR) kurzfristig erhöhen kann. Während eines Saunagangs steigt die Körpertemperatur an, was zu einer erhöhten Herzfrequenz, Durchblutung und Schweißbildung führt. Diese physiologischen Reaktionen erfordern Energie, daher der Anstieg des Stoffwechsels. Das Ausmaß und die Dauer dieses Effekts scheinen bescheiden zu sein, mit einem durchschnittlichen Anstieg von 3,5% und einer durchschnittlichen Dauer von bis zu zwei Stunden. Schließlich kann regelmäßiger Saunabesuch dem menschlichen Körper helfen, Infektionen und Krankheiten wirksamer zu bekämpfen oder sich von ihnen zu erholen, da er Entzündungen verringern und die Immunfunktion insgesamt stärken kann.

Insgesamt hat das Saunieren nachweislich viele potenzielle Vorteile für Körper und Geist, darunter eine verbesserte Durchblutung, vermehrtes Schwitzen, eine Senkung des Blutdrucks, eine wirksamere Bekämpfung von Infektionen, eine Verringerung der Symptome chronischer Schmerzen, eine schnellere Erholung nach dem Sport und ein Stressabbau. Diese Vorteile ergeben sich aus mehreren physiologischen Mechanismen, darunter Hitzestress, erhöhter Blutfluss, erhöhte Herzfrequenz, Aktivierung des Immunsystems und Verringerung des Cortisolspiegels. Die Vorteile des Saunabadens können jedoch von individuellen Faktoren wie bestimmten Krankheiten und Medikamenten abhängen, so dass Sie unbedingt mit einem Arzt sprechen sollten, bevor Sie eine neue Gesundheitskur beginnen.

 

Wissenschaftliche Quellen

-Krinnion WJ. Sauna als wertvolles klinisches Mittel bei kardiovaskulären, autoimmunen, toxikologisch bedingten und anderen chronischen Gesundheitsproblemen. Altern Med Rev. 2011;16(3):215-225.

-Hannuksela M L, Ellahham S. Nutzen und Risiken des Saunabadens. Am J Med. 2001;110(2):118-126.

-Laukkanen T, Kunutsor S, Kauhanen J, Laukkanen JA. Saunabaden steht in umgekehrtem Zusammenhang mit Demenz und der Alzheimer-Krankheit bei finnischen Männern mittleren Alters. Age Ageing. 2017;46(2):245-249.

-Leppäluoto, J, Huttunen P, Hirvonen J, Väänänen A, Tuominen M, Vuori J. Endokrine Auswirkungen wiederholter Saunabäder. Acta Physiol Scand. 1986;128(3):467-470.



 




Metabolische Gesundheit


 

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